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Holz meets Blech

Konzert mit dem Holzbläserquintett Vent5 (Mainz/Frankfurt) und dem Blechbläserquintett Karidion Brass (Stuttgart/Karlsruhe) gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Privaten Musikschule Laubenheim
Holz meets Blech – unter diesem Motto findet am 13.04.2019 um 19:00 Uhr im katholischen Pfarrzentrum Mainz-Laubenheim (Möhnstr. 18, 55130 Mainz) das erste Dozentenkonzert der Privaten Musikschule Laubenheim gGmbH statt. Dafür stehen zwei hervorragende Bläserkammermusikformationen auf der Bühne. Das Holzbläserquintett Vent5 mit den Dozenten der Privaten Musikschule Julian Sauer (Querflöte) und Johannes Christ (Oboe), sowie das Blechbläserquintett Karidion Brass verschaffen dem Hörer eine wahre Klangvielfalt quer durch die Epochen und Literatur der Bläserkammermusik. Bereichert wird das Programm mit kammermusikalischen Beiträgen von Schülerinnen und Schülern aus den Bläserklassen der Musikschule.

Das Holzbläserquintett Vent5 (vent, franz. = Wind) gründete sich Anfang 2019 und stellt sich aus Studenten der Hochschule für Musik Mainz, sowie der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main zusammen. In der Besetzung Julian Sauer (Querflöte), Johannes Christ (Oboe), Ivan Petrov (Klarinette), Miha Loncar (Horn) und Ecem Baltaci (Fagott) widmet sich das Quintett in seinem Debutkonzert einem Querschnitt durch die große Tradition dieser Art der Kammermusikkompositionen, von klassischen Werken Wolfgang Amadeus Mozarts, über große Romantik mit Paul Taffanell und Alexander Zemlinsky bis hin zur Moderne eines Paul Hindemith und Eugene Bozza. Dabei ging die Formation des Holzbläserquintetts Ende des 18. Jahrhunderts aus den, in der aristokratischen Gesellschaft sehr beliebten Harmoniemusiken (2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörnern, 2 Fagotten), hervor, die sich vorwiegend mit Unterhaltungsmusik und Opernarrangements populär machten. Mit dem Aufstieg der bürgerlichen Musikkultur wuchs der Wunsch nach einem adäquaten Gegenpol zum hochangesehenen Streichquartett und so entstand eine Vielzahl von Kompositionen der „gehobenen“ Kammermusik, eine Bewegung, die sich bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhundert hineinzog. Danach geriet diese Gattung unter dem Streben nach gewaltigeren Dimensionen der Kunstmusik eines Richard Wagners oder Richard Strauß‘ eher in den Hintergrund, ehe im Laufe des 20. Jahrhunderts Komponisten wie Carl Nielsen oder auch Paul Hindemith mit bedeutenden Kompositionen das Holzbläserquintett wieder zurück in den Fokus der Komponisten und Konzertprogramme rückten.

Viel später, ca. gegen 1950, entstand mit der Gründung des „New York Brass Quintet“ eine Gegenform des Bläserquintetts für Blechblasinstrumente. Durch zahlreiche weitere Formationsgründungen, wie u.a. dem berühmten „Canadian Brass“, entwickelte sich schnell eine wahre Blechbläserquintett-Bewegung, die eine Reihe von Kompositionen der Kunstmusik hervorrief. Die hohe Klangvielfalt und der große Tonumfang dieser Instrumentenkombination ermöglicht die Schaffung von werken unterschiedlichstem Charakter. In dieser Tradition steht auch das Blechbläserquintett „Karidion Brass“. Ein Name, der sich schnell einprägt. Genauso wie das Quintett, welches sich auch den Musikern László Kunkli (Trompete), Tobias Krieger (Trompete), Mathias Stelzer (Horn), Vincent Warratz (Posaune) und Robert Nelkenstock (Tuba) zusammenstellt. Allesamt sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Das Quintett gründete sich 2015, zunächst in anderer Besetzung, an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Nach einer Pause baute sich das Ensemble mit Studenten der Musikhochschulen Stuttgart und Karlsruhe neu zusammen. Das weit gefasste Repertoire beläuft sich auf die barocke, über die romantische, bis hin zur zeitgenössischen Musik.

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